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01.07.2018

EuroQ wird 10 Jahre und zieht Bilanz

Seit genau 10 Jahren agiert die EuroQ auf dem Automobilmarkt. Aus einem kleinen Betrieb mit zwölf Mitarbeitern in Emden und Bremen ist im Laufe eines Jahrzehnts ein moderner Qualitätsdienstleister mit weltweit mehr als 1000 Beschäftigten geworden.

Der Weg eines Unternehmens verläuft meistens nicht immer geradlinig – ähnlich wie eine Straße mit ihren Kurven und Abzweigungen. Doch die beiden Inhaber und Geschäftsführer Christof Zuber und Marcus Scholz haben vorgemacht, wie man mit einem festen Ziel auch im hart umkämpften Markt der Automobilindustrie ein erfolgreiches Unternehmen gründen und nach vorne bringen kann. Heute, 10 Jahre nach Gründung, ist die EuroQ ein moderner Qualitätsdienstleister und beschäftigt weltweit mehr als 1000 Mitarbeiter. 

Digitale Transparenz für Prozesse und Produkte

„Von Beginn an wollten wir das transparenteste QS-Unternehmen der Branche werden und den Kunden in Echtzeit ihre Prüfergebnisse zur Verfügung stellen, und zwar auch damals schon, als Digitalisierung noch kein Buzzword für die Industrie war. Unser VPS war in 2008 das erste datengestützte Informationssystem in der Qualitätssicherung, zu dem auch Kunden Zugang haben und die Ergebnisse Ihrer Aufträge in Echtzeit sehen und downloaden können,“ so Marcus Scholz, einer der beiden Geschäftsführer. 

Diesen digitalen Ansatz hat die EuroQ konstant weiterverfolgt: denn nicht nur die Dokumentation, auch die Generierung der Daten erfolgte bereits zu Beginn über Scanner, mit denen Teilenummern aller Art gescannt werden können. Manuelle Listen waren schnell passé, und die Daten waren direkt nach Bearbeitung des jeweiligen Fahrzeugs oder Bauteils im VPS verfügbar. Gerade bei Aktionierungen außerhalb der Werke bringt dies einen großen Zeitvorteil. Heute arbeitet die EuroQ mit modernster HMI-Technologie und setzt bei vielen Projekten große Touchsysteme ein, in denen die exakten Fehlerbilder je Bauteil dokumentiert und auf Wunsch auch sofort an die Produktion der Kunden weitergeleitet werden. Und auch neue Devices wie die Microsoft HoloLens werden bereits in realen Projekten getestet.

Der Anfang: Kontroll- und Nacharbeiten in Emden und Bremen

Die Gründung der EuroQ erfolgte 2008 in Emden. „Von dort haben wir die Welt erobert“, schmunzelt Christof Zuber, Gründer und Geschäftsführer, rückblickend. „Wir haben mit 12 Mitarbeitern in Emden und Bremen mit Kontroll- und Nacharbeiten angefangen. Um näher bei den Kunden zu sein, haben wir dann ganz schnell unser Niederlassungsnetz in Deutschland ausgebaut.“ 2010 wurde die amerikanische Tochter EuroQ Inc. gegründet, die heute mit bereits mehr als 400 qualifizierten Fachkräften in den OEM-Werken tätig ist. 2012 folgte dann die ungarische EuroQ Kft., um den Kunden Daimler beim Aufbau eines neuen Produktionswerkes in Késkemet (Ungarn) zu unterstützen. 

Ähnlich rasant ging es mit dem Dienstleistungsangebot voran. Zu den anfänglichen Sortierarbeiten gesellten sich schnell Angebote wie Warenfilter, Retrofit, Werkstoffprüfungen und Oberflächenbearbeitung. „Wir erweitern das Portfolio gezielt nach den Bedürfnissen unserer Kunden“, so Scholz. „Aktuell bauen wir unser Quality Engineering weiter aus, um den gewachsenen Kundenanforderungen in der Entwicklung sowie der Betreuung von neuen Produkten im Qualitätsbereich gerecht zu werden“.

Was sich wie eine „Traumreise“ über die letzten 10 Jahre anhört, war aber nicht immer einfach. Kurz nach der Gründung rutschte die Automobilindustrie in eine Krise und die EuroQ musste sich geschickt durch diese manövrieren, um als junges Unternehmen nicht unterzugehen. „Auch das schnelle Wachstum ist nicht immer einfach. Der QS-Bereich lebt von qualifizierten und engagierten Mitarbeitern. Und wie alle Unternehmen kämpfen wir damit, die Besten zu gewinnen. Die, die mit Leidenschaft bei der Arbeit sind, und die auch über den Tellerrand hinausdenken können.“ Die gewachsenen Personalanforderungen haben auch den Bau neuer Firmengebäude eingefordert. Die in 2011 errichtete Zentrale war schnell zu klein und musste bereits in 2015 um ein zusätzliches Gebäude erweitert werden. 

Die Zukunft der Qualitätssicherung? 

Liegt definitiv noch stärker in der Kombination von Technologie und guten Mitarbeitern. Erstaunlicherweise hat jedes neue Tool, das die EuroQ eingeführt hat, auch gleichzeitig zu einer Steigerung der Mitarbeiterzahl geführt. Als moderner, technologiegetriebener Dienstleister arbeiten sie konstant daran, die Kunden auch in Zukunft mit neuen Tools und Technologien zu begeistern. Dabei steht die Vernetzung mit den IT-Systemen der Kunden im Vordergrund, um Prüfergebnisse noch schneller in den Produktionsprozess zurückfließen zu lassen. 

„Großes Potenzial sehen wir auch im Bereich der Robotik in Verbindung mit Sensorik. Aber auch der Einsatz von Augmented Reality wird noch viel interessanter werden. Es geht auch in Zukunft darum, den Kunden noch mehr Daten für daraus resultierende Prozessverbesserungen zur Verfügung zu stellen. Alles spannende Felder, auf denen wir unsere Kunden hoffentlich schon bald mit neuen Angeboten überzeugen können“, so Zuber.

Gute Aussichten auch für die Mitarbeiter. Denn während in vielen Unternehmen Stellen abgebaut werden, stellt die EuroQ weiter ein. Wer gerne auch in diesem erfolgreichen Team arbeiten möchte, kann die aktuellsten Stellenausschreibungen auf unserem EuroQ Stellenportal finden.